Mal wieder habe ich mir vorgenommen, die freie Zeit zum Schreiben zu nutzen. Nicht einfach nur für mich, sondern einen Betrag zu schreiben, den ich tatsächlich mit anderen Menschen teile.

Mal wieder habe ich meine freie Zeit dafür genutzt, zu duschen, etwas zu essen, meine Küche ein wenig aufzuräumen und während ich den Geschirrspüler anstellte flüsterte eine leise, ruhige, liebevolle Stimme in mir „Na, Angst!?“

„Wovor sollte ich denn Angst haben?“

„Mhh. Vor der Welt da draußen vielleicht!?“

Pause in meinem Kopf. Ich merke wie ich einen tiefen Atemzug nehme und mi fällt auf, dass ich für ein paar Momente die Luft angehalten hab.

Ja, ich habe Angst vor der Welt da draußen. Ich habe Angst davor, dass Menschen die nicht meiner Meinung sind dies auf unschöne Art zum Ausdruck bringen könnten. Ich habe Angst davor, dass jemand meine Beiträge liest und sich aufgrund von Ausschnitten eine Realität meines Lebens ausmalt und dies für mich Konsequenzen hat.

Angst ist einer der häufigsten Gründe, weshalb wir Dinge nicht tun, die wir eigentlich tun möchten. Angst vor sozialer Ausgrenzung, Abwertung und Angriff, weil man nicht den Normen der Gesellschaft entspricht ist nicht unberechtigt, denn das Kritisieren anderer Lebensweisen ist vielleicht die am Meisten verbreitete Umgangsweise.

Und so sitze ich nun doch am Laptop. Meine Zeit ist zwar gerade nicht „frei“, da meine Tochter ihren Schlaf bereits beendet hat, aber diese Gedanken wollen raus und so gebe ich ihnen Raum (während meine kleine Maus ständig versucht mitzutippen). Ärger steigt in mir auf und wird sogleich von einer leisen, ruhigen, liebevollen Stimme aufgefangen.

„Es ist ok Angst zu haben. Sie sollte nur nicht unser Richtungsgeber sein!“

„Es ist ok, erst mal weniger privates Preiszugeben. Du hast Zeit genug Deine Botschaft in die Welt zu bringen. Alles zu seiner Zeit!“

Und so schreibe ich hier meinen ersten Beitrag, trete einen Schritt nach vorn und bleibe dennoch ein bisschen im Hintergrund.

Der Ärger schwindet. Die Angst wird kleiner. Mein Herz klopft während ich schreibe. Vor Aufregung. Vor Freude über diese  liebevolle Stimme in mir, die noch vor ein paar Jahren nicht leise, ruhig und liebevoll war.

Wie ist Deine innere Stimme?

Wie gehst Du mit Ängsten um?

Schreib mir doch einen Kommentar dazu!

*Beitragsbild von Free-Photos, gefunden bei Pixabay

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