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Starke Eltern, starke Kinder

 

Was bedeutet Stärke?

Stärke hat in Unserer Gesellschaft oft etwas mit nicht weinen,nicht aufgeben, nicht zweifeln,mutig sein, körperlicher Stemmkraftund ähnlichem zu tun!

Doch mittlerweile stellen Wir immer öfter fest, dass Dinge die als stark gelten Uns nicht selten schwach und krank machen!

Trauer, Wut und Aggressionen gehen nicht weg indem Wir sie unterdrücken!

Höchstens um ihre Freude zu holen, um dann mit noch mehr Intensität zurück zukommen!

 

Stark ist, wenn Wir anfangen Unseren Emotionen, Uns und Unseren Kindern Raum zu geben um Sein zu können!

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„Heile Dein inneres Schulkind!“

Innerlich stark sein um äußerlich etwas zu bewirken!

8 Wochen Begleitung in einer Gruppe von Menschen die gemeinsam Frieden in Unser Bildungssystem und die Welt bringen wollen!

Start: 31.05.2021

Energieausgleich: 777 € Pro Familie 

Bei Interesse und Fragen darfst Du Dich gern per Nachricht oder Email melden!

Individualitaet.leben@gmail.com

Selbstfürsorge

Ihr Lieben,

Ich hab heute ein paar Mal überlegt live zu gehen, aber ein großer Teil in Mir mag nicht. Dennoch möchte Ich Euch gern ein Stück mit in Meine Realität nehmen. Vor ca 1,5 Wochen noch war Ich total im Flow – das erste Mal in Meinem Leben habe Ich diese Leichtigkeit gespürt, von der Ich andere so oft reden höre – und Mich des Öfteren gefragt habe ob die nicht vielleicht doch nur Theater spielen.
Seit einer Woche sind die Tage sehr durchzogen, von echt guten Stunden und tiefer Erschöpfung.

Mir ist schon gestern eher nach nichtsmachen gewesen und Ich bin da mittlerweile auch relativ schmerzbefreit. An solchen Tagen bleibt hier einfach alles liegen, inklusive Mir. Ich hab Mich gegen 10:30 Uhr einfach wieder ins Bett gelegt, obwohl die Küche aussieht wie 5 Tage nichts gemacht, die Wäsche (sowohl gewaschene, als auch ungewaschene) sich in verschiedenen Ecken der Wohnung sammelt und Mein Wohnzimmer sehr achtsam betreten werden sollte… vom Flur erzähl Ich mal gar nicht. Ein kleiner, wirklich minimaler Teil in Mir möchte zwar gern diesen ganzen Mist beseitigen, aber eines hab Ich vor langer Zeit lernen dürfen
Wenn Ich keine/wenig Energie hab, steht an oberster Stelle Akkuladen!

Als Meine beiden Großen ca 3 und 5 waren, war Ich mitten im Studium, alleinstehend und ohne Unterstützung. Ich hatte Meinen Haushalt im Griff, gute Noten in der Uni und war jeden Nachmittag mit den Kids etwas schönes unternehmen. Bis Ich irgendwann in der Notaufnahme gelandet bin, weil Mein kompletter Körper schmerzte. Ich hatte eine Grippe verschleppt und konnte Mich keinen cm bewegen ohne schmerzhaft daran erinnert zu werden. Der Arzt meinte Ich müsse Mich ausruhen woraufhin Ich erfragte, wie Ich das denn bei all dem machen sollte. Er stellte nur noch eine Frage, die Mich seit 8 Jahren begleitet und Mir geholfen hat Mich immer mehr und immer bedingungsloser um Mich zu kümmern, wann immer es nötig ist!
Er fragte: „Wer wird sich denn um Ihre Kinder kümmern, wenn Sie nicht mehr sind?“

Als Ich zuhause war habe Ich fast alle (bis auf eine) Prüfungen ins nächste Semester geschoben, habe 2 Wochen Meinen Haushalt liegen lassen und nur das wirklich Notwendigste gemacht. Mit jedem Mal konnte Ich seitdem ein bisschen früher erkennen, wenn Ich Ruhe brauchte und mit jedem Mal wurde es leichter. Ja es hat 8 Jahre gedauert bis Ich das erste Mal diese Leichtigkeit fühlen durfte, aber das ist ok. Ich gabe ja noch ganz viele Jahre sue zu fühlen 💜

Ich bin hier, weil Ich genauso auch Mein Business aufbauen und leben möchte. In Leichtigkeit und mit Rückzug, wann immer es nötig ist. Und wenn es dadurch nochmal 8 Jahre dauert, dann bin Ich fein damit.
Ich glaube das hier ist innerer Frieden 😍
Wir haben nur 100% für alles zusammen, also sollten wir nicht versuchen in jedem Bereich 100% zu geben!

Liebe Grüße aus dem Bett und bis die Tage Ihr Lieben 😘

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Du hast Lust Deine Bedürfnisse herauszufinden und neue Strategien (Verhaltensweisen) in Dein Leben zu integrieren?

Dann schau mal 》》》hier《《《 und lass Mich wissen, wenn Du Dich dabei gern von Mir begleiten lassen würdest!

In Mir wohnt ein Monster

Kein kleines oder nettes wie aus „Die Monster AG“, sondern ein wirklich großes bösartiges, welches Angst und Schrecken verbreitet, laut schreit, Möbel verrückt, um sich schlägt, ein riesen Chaos verursacht und dann eine unbehagliche Stille und Stimmung hinterlässt.

Schon lange begleitet es Mich. Schon so lange, dass Ich nicht mal weiß, wann es das erste Mal aufgetaucht ist.

Das letzte Mal kam es Heute und so wütend wie Heute habe ich es schon sehr lange nicht erlebt. So wütend, dass selbst Ich Angst vor ihm hatte, so wütend, dass Ich Mir wünsche Meine Kinder würden gehen, irgendwohin wo dieses Monster sie nicht findet, wo es sie nicht anschreit und ihnen Angst macht. Ich wünschte Ich könnte sie wegteleportieren wenn es im Anmarsch ist, wünschte Ich könnte es aufhalten oder komplett verbannen.

Das versuche Ich schon mein gesamtes Erwachsenenleben, vor allem seitdem Ich Mama bin. Lange habe Ich es für Mich behalten und gehofft, dass auch Meine Kinder es für sich behalten, damit wir nicht getrennt werden. Ab und an teilte Ich Mich Freunden und Bekannten mit und machte die Erfahrung, dass auch sie Monster in sich tragen. Keiner von ihnen verurteilte Mich deswegen und es hatte auch keiner ein „Gegenmittel“. Die meisten hielten dies auch nicht für nötig, manche befanden es sogar als „richtig“. Für Mich fühlt es sich jedoch nicht „richtig“. Es ist schrecklich für Mich diesen Kontrollverlust zu erleiden, zu sehen wie Meine Kinder zusammenzucken, anfangen zu weinen oder erstarren, das fühlt sich furchtbar an.

Über die Jahre habe Ich verschiedenes ausprobiert. Ich habe versucht es zu kontrollieren, im Zaum zu halten und zu unterdrücken. Ich habe Mich an „Fachleute“ gewandt und auch dort eher Zuspruch als Widerspruch erhalten. Ich habe Mich verurteilt, geschämt und schuldig gefühlt. Habe Mich bestraft und verurteilt und all das half nichts. Seit einigen Jahren arbeite Ich aktiv an meinen seelischen Baustellen und das sind wahrhaftig viele. Ich habe einige liebevolle Begleiter gefunden, jene die Mich ebenfalls nicht verurteilen und dennoch die Gewalt benennen, die in Meinem Verhalten steckt. Menschen die Grundwerte leben, die Ich innerlich schon immer fühlen konnte, Menschen die Vorbilder sind, weil sie vorleben und nicht vorsagen. Ich habe Mich mit den verschiedensten Themen beschäftigt. Das allgemeine Gewaltverständnis, strukturelle Gewalt,  institutionelle Gewalt, Menschenrechte, Kinderrechte, Freilernen, autoritäre und antiautoritäre Erziehung, Unerzogen, bedürfnisorientiert, Kitafrei, Selbstbewusstsein, Selbstwert, Selbstliebe, Gehirnforschung, Psychologie, Rechtsprechung, geschichtliche Entwicklungen, Persönlichkeitsentwicklung usw. Und jedes dieser Themen hat Mich ein Stück näher zu Mir gebracht und das Monster ein Stück kleiner und sanfter werden lassen, es ist sogar für einige Zeit verschwunden. Doch ganz weg war es dann doch nicht. Das war ok. Hatte Ich doch gelernt, dass es ok ist, nicht perfekt zu sein. Doch Heute kam es so überraschend, so überwältigend, so stark und kraftvoll, dass Ich es nur mit viel Anstrengung geschafft habe die Kontrolle zurückzugewinnen und größeren Schaden zu vermeiden.

Nun wollte Ich hier eigentlich die Frage beantworten, was passiert ist und dazu geführt hat, jedoch glaube Ich jetzt, dass es wichtiger ist, zu fragen, warum es dieses Monster in Mir gibt und was es eigentlich macht.

Gerade geht Mir nochmal eine Szene aus „Die Monster AG“ durch den Kopf. Eine wo Sulley (das große liebevolle blaue Monster) gar nicht liebevoll ist sondern außer sich vor Wut. Es ist die Stelle wo er Buh (das kleine Mädchen) beschützt, als ihr jemand schaden möchte. So breche Ich hier während des Schreibens zum tausendsten Mal in Tränen aus, weil Mir gerade klar wird, dass dieses Monster in Mir genau dann zum Vorschein kommt, wenn Ich Schutz brauche und ihn Mir selbst nicht gebe. Als Kind brauchte Ich oft Schutz, Ich erinnere Mich an sehr viele schreckliche Situationen, welche Ich ohne den Schutz Meines inneren Monsters evtl. nicht überlebt hätte. Auch in Meiner Jugend und frühem Erwachsenenalter gab es einige Momente, in denen mein starkes Ich gefragt war um Mich vor Schaden zu bewahren. Doch warum kommt dieses Monster jetzt auch in Situationen in denen es nicht um Leben und Tod geht. Weiß es denn nicht, dass Ich Mich nicht vor Meinen Kindern schützen muss? Scheinbar nicht! Mein Monster schützt Mich, wenn Ich es nicht tue. Es stehen gerade so viele Bedürfnisse an, die mal wieder an der Reihe sein wollen und egal wie sehr Ich Mich bemühe, reflektiere, meditiere, annehme, loslasse oder sonstiges, Ich kann nicht mehr leisten als Meiner Macht steht. Ich kann Meine Baustellen nicht alle zeitgleich bearbeiten und Ich kann Mein Gehirn nicht mit einem Knopfdruck umprogrammieren. Veränderung braucht Zeit und ob es uns gefällt oder nicht, wir können die Heilung nicht beschleunigen und Frieden nicht über Nacht herzaubern.

So nehme Ich Mich und Meine Kinder – die übrigens wesentlich schneller vergeben können als Ich – jetzt in den Arm und schaue mit ihnen gemeinsam, was Wir Uns heute Gutes tun wollen. Und später oder morgen wird besprochen wie Wir zukünftig gemeinsam solchen Situationen vorbeugen können.

Bild von intographics auf Pixabay

Ich weiß was Ich will

„I know what I want and I want it now!“

Ich liebe Musik! Richtig beeindruckend finde Ich, wenn Ich die Texte plötzlich ganz anders wahrnehme bzw. sie überhaupt wahrnehme. Dann bekommen Meine Gedanken nochmal ganz neue Schübe.

„Ich weiß, was ich will und ich will es jetzt!“ ist wohl einer der einschränkensten Vorhaben die Ich kenne. Denn wenn Ich Mir etwas in den Kopf setzen und die Vorstellung habe, es soll sofort Einzug in Mein Leben nehmen, setze Ich Mich damit unter Druck! Unter Druck erbringen Ich evtl. kurzfristig Höchstleistungen,  doch bleibt der gewünschte Erfolg aus, fühlt es sich an, als wäre ein Traum geplatzt. Schnell verfalleIch wieder in „Bringt doch alles nichts!“, „Da kannst auch weitermachen wie gehabt!“ und „Scheiß drauf, ist mir zu anstrengend!“ Floskeln. Ich für Meinen Teil versuche Mich nicht unter Druck zu setzen, weil Ich weiß, dass es Mir nicht gut tut. Zumal es oft nicht dabei bleibt, dass Ich Mich dann stresse, nein, Ich nehme Mein gesamtes Umfeld mit und ziehe andere Menschen mit in Meine neue LEIDENschaft!

So setze Ich Mir lieber kleine Ziele in Absprache mit Meinen Ressourcen,  Werten und Prioritäten. Immer öfter etabliert sich damit ein tiefes Vertrauen zu Mir selbst und damit auch Stück für Stück ein wachsendes Vertrauen in die Welt und das Leben.

Ich weiß was Ich will und vertraue darauf, dass Ich es bekommen werde!

Ich steig aus!

Ich steig aus!

3 wundervolle energiereiche Tage liegen hinter mir. Der erste war so explosionsartig gekommen, dass ich einige Stunden total euphorischen Bewegungs- und Rededrang verspürte. Diesem ging ich auch nach und bekam von ein paar Menschen die Rückmeldung:“Jetzt bin ich auch motiviert!“

Super! So schön, diese Glücksgefühle teilen zu können, dass hebt die Stimmung gleich noch ein Stück weiter. Die letzten 2 Tage waren nicht mehr so extrem, so krass energiegeladen und dennoch füllte ein sehr schönes Feeling unsere Zeit. Bereits gestern zeichnete sich sich ab, dass es so nicht bleiben wird und ich genoss umso mehr die Zeit und holte mir immer wieder bewusst meine „Glückserinnerungen“ in den Kopf und fühlte sie nochmal nach.

Heute ist ein Tag an dem ich aussteigen möchte. Ich mag heute keine Baby-/Kinderbespaßung machen, möchte keine ständigen Umarmungen und sonstige Mama-kannst-Du-mal-Dinge erfüllen. Heute möchte ich am Liebsten nur für mich sein und ich merke wie sich Frustration breit macht, weil dies nicht möglich ist, ohne das hier Land unter ist.

Diese Frustration ist mir nicht unbekannt, sie führt so ziemlich immer dahin, dass ich mich über die Väter meiner Kinder aufregen und diese um ihre vermeintliche Freiheit beneide. Selbstmitleid lässt grüßen! Doch heute mach ich es anders! Das ist echt nen harter Brocken, aber ich werde mich heute nicht hinreißen lassen, andere Menschen für mein Unwohlsein verantwortlich zu machen. Denn das sind sie nicht. Die Verantwortung für Mein Leben und Meinen Gemütszustand liegt bei MIR!

Ich steig aus!

Denn eines habe ich festgestellt. Immer und immer wieder. Wenn ich mich beschwere, beSCHWERE ICH MICH!

Was mache ich also?

Vor mich hin frusten.

Vertrauen, dass es morgen wieder besser ist!

Sagen was ich im Moment nicht möchte!

Mantras und Meditationen hören!

Liebevoll mit mir sein!

Mit nem Cappuccino in der Sonne sitzen und die Zeit des Babyschlafes mit mir allein genießen!

Ich steig aus!

Kommst Du mit?

Wenn die Wut nicht haltbar ist

Bild von vishnu vijayan auf Pixabay 

Heute habe ich meine Tochter so sehr angeschrien, dass im 10 Km-Umkreis jetzt alle ihre scheiß  Homeschoolingaufgaben machen!

Nur meine Tochter nicht!

Seit Wochen – ach was – seit Monaten stehe ich fast täglich vor der Frage, wie ich meine Kinder dazu bewege ihre Homeschoolingaufgaben – zumindest zu einem erträglichen Teil – zu erledigen. Mein Sohn erledigt seine Aufgaben – zu meinem Erstaunen und mit Erinnerung meinerseits – zum Großteil. Meiner Tochter hingegen fällt es unglaublich schwer, sich überhaupt ranzusetzen. Aufgrund unserer recht heiklen Vorgeschichte mit dem Bildungssystem springt mir immer wieder die Angst in den Nacken, dass es Ärger geben könnte, wenn nicht ein Großteil der Aufgaben erledigt wird. Diese Angst ist nicht unberechtigt und dennoch möchte ich sie gern loslassen. Ich übe mich täglich darin einen anderen Umgang zu finden und stehe doch immer wieder an dem Punkt meine Tochter motivieren zu wollen. Vergeblich!

Und so startete ich den Tag heute zuversichtlich, mit Kaffee und guter Laune lies ich die Kids bis 9 Uhr schlafen, servierte jedem ein kleines Frühstücksbüfett und lies die Schulaufgaben unerwähnt. Vorerst! Irgendwann gegen mittag dämmerte mir, dass heute Mittwoch ist und eine – nicht besonders freundliche – Stimme pikste mich mit den Worten: “ Sie hat noch GAR NICHTS gemacht diese Woche!“. Dicht gefolgt von: „Sie hat schon von den letzten Aufgaben nicht mal dir Hälfte!“ Ich also zu meiner Tochter und sie gebeten ihr  Handy dann mal beiseite zu legen, ihre Aufgaben zu holen und mit ins Wohnzimmer zu kommen, damit wir uns gemeinsam (war ihr Wunsch) ransetzen können. Ich badete noch die Kleine und erinnerte dann nochmal. Ein Augenrollen und tiefes Atmen versprachen, dass die Motivation bei ungefähr minus 20 liegt. Ich noch ganz gut gelaunt, tanzte durch den Flur und machte einladende Bewegungen Richtung Wohnzimmer. Lachen durchhallte die Wohnung und die Bettdecke flog beiseite.

„Cool!“ lobte mich eine Stimme im Kopf. Ich zog die Kleine an und holte mir Kaffer Nummer 4. Im Wohnzimmer angekommen rief ich meine Tochter und bekam keine Antwort. Ich zu ihrem Zimmer und auf mein Klopfen ein genervtes: „Was ist?“ und urplötzlich kochte es über. Ohne, dass ich es bemerkte war das Fass blitzschnell gefüllt und jedes Wort meiner Tochter fühlte sich wie ein Angriff an. Und zack „DU MACHST JETZT DEINE SCHEIß AUFGABEN, SONST WERD ICH HIER WAHNSINNIG!“ platzte es aus mir raus. Mit einem Knall vor die Zimmertür ging ich ins Wohnzimmer und widmete mich der Kleinen. Wohlwissend, dass diese Art von Umgang nicht in Ordnung ist, dass es gemein ist, dass ich nicht das Recht habe, so mit ihr umzugehen und auch dass es unserer Beziehung schadet. Doch all dieses Wissen hilft mir machmal einfach nicht. An so vielen Tagen finde ich immer wieder Wege anders damit umzugehen, meinem Frust und meiner Angst anderweitig Raum zu geben und die Notbremse zu ziehen. Aber das gelingt mir nicht immer.

Deswegen finde ich es wichtig, dass wir darüber reden, was uns helfen kann und nicht nur was wir nicht machen dürfen. Wenn wir nicht darüber reden dürfen, dass wir Fehler machen, können wir sie nur schwer verbessern. Wenn wir auf Menschen verbal einschlagen, weil sie sich schlecht verhalten, verändern wir nichts. Im Gegenteil, mich hat das früher eher dazu gebracht, noch tiefer in meiner Wut zu versinken. Das Hinterfragen meiner Bedürfnisse, die Suche nach neuen Strategien und die Stückweise Heilung meiner Traumata sind für mich der effektivste Weg für einen friedvolleren Umgang.

Miteinander sozial verhalten

Wenn ich sehe wie wir Menschen teilweise miteinander umgehen, wird mir oft ganz schlecht, es macht mich wütend und traurig mit welch respektloser Art wir es für selbstverständlich halten anderen Menschen gegenüberzutreten und ihnen – oft ungefragt und unreflektiert – unsere Gedanken hinballern, uns beschweren und sie dann sich selbst überlassen.

Auch wenn ich versuche meinen Fokus im Alltag auf das Gute zu richten, entgeht es mir nicht, dass wir oft sehr unbedacht miteinander umgehen. Ich schließe mich da nicht aus. Vorallem im direkten Kontakt fällt es mir oft noch schwer meine Impulse zu kontrollieren. Weshalb ich nur nach reichlicher Überlegung mit Themen nach außen trete. Gerade in den „sozialen Medien“ geht es, meiner Wahrnehmung nach, nicht besonders sozial zu. Immer wieder wird die eigene Ansicht als die Wahrheit propergiert und Menschen abgewertet, die sich nicht mit dieser oder jener Perspektive identifizieren können/wollen.

sozial verhalten

„Die haben dann einfach nicht genug drüber nachgedacht!“
„Dann musst Du Dich mal genauer damit beschäftigen!“
„Sowas wie Du hat hier nichts zu suchen!“
„Wenn Du so argumentiert/denkst, bist Du genauso einer!“
So, und teilweise noch verachtender, tönt es in den sozialen Medien, erschreckend finde ich es aus Kreisen, die eigentlich für friedvolles Miteinander stehen. Menschen die sonst dafür stehen, die Hintergründe unseres Handelns zu hinterfragen und immer wieder darauf hinweisen, dass WIR alle Menschen sind. Von Gleichwürdigkeit und Menschenrechten ist immer wieder die Rede. Davon, dass jeder Mensch seinen Weg, seine Vergangenheit, seine Werte, seine Ressourcen und sein Tempo hat. Und dann kommt plötzlich ein Thema, was scheinbar so wichtig ist, dass man die eigenen Grundsätze vergisst, in die Welt zieht und andere Menschen vor den Kopf stößt!?

sozial verhalten         sozial verhalten

Immer wieder drängt sich mir die Frage auf, wie können wir es anders machen? Wie kommen wir zu wirklicher Gleichwürdigkeit und einem friedvollen Miteinander?

Ja es ist wichtig, dass wir über Problematiken sprechen, auf Ungleichheiten aufmerksam machen, aufzeigen wo Menschen verletzt werden und wo wir hinschauen KÖNNEN – vielleicht auch sollten.
Dennoch hat NIEMAND das Recht, einem anderen seine Erkenntnisse und Ansichten aufzuzwingen!

SENSIBILISIEREN! Kommt von sensibel!

menschlichkeit

Wir wissen nicht womit ein Mensch gerade zu kämpfen hat! Wir wissen nicht was ein Mensch erlebt hat! Wir wissen nicht, warum eine Person gerade nicht in der Lage ist, sich mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen! Wir wissen nicht, warum ein Mensch gerade so handelt! Wir haben immer nur Momentaufnahmen, welche kein Gesamtbild der Person darstellen!

Daher empfinde ich es als wichtig, sensibel miteinander umzugehen. Erstmal in Verbindung kommen, hinschauen, zuhören und dann einen Weg finden Problematiken anzusprechen. Das lässt sich täglich üben, zu Beginn schon in unserem Kopf, indem wir Gedanken über andere bewusst wahrnehmen und hinterfragen.

Ich bin dafür, dass wir einschreiten und einstehen, wenn wir sehen, dass Menschen verletzt werden und ich bin dafür, dass wir uns gut überlegen, ob dieser Schritt jetzt in dieser Form notwendig, angebracht und zielführend ist.

Bevor wir jemanden als

* schlechte Mutter, schlechten Vater
* Rassist, rassistisch
* rechtsradikal, rechtsorientiert, rechtsunterstützend
* missbrauchende, misshandelnde Person
* Umweltschädling
* zu wenig engagiert
* zu unsanft
* zu gleichgültig
*als gewalttätig

oder sonst wie bezeichnen, dürfen wir innehalten und uns fragen: „Was könnte mit diesem Menschen gerade los sein, dass er sich mit diesem Thema nicht befassen kann/möchte bzw. so handelt?“
Und wir können hingehen, unsere Hand ausstrecken und fragen:

„Hey, wie geht es Dir?“
„Kann ich Dir etwas Gutes tun?“
„Brauchst Du etwas?“
„Was würde Dir helfen, Dich für eine Zeit besser zu fühlen?“

unterstützung

Ich wünsche Dir Begegnungen mit Menschen, die Dir voller friedlicher Absicht entgegen kommen! Vor allem dann wenn Du gerade nicht auf dem friedvollsten Weg bist.

Wenn Du magst, fühl Dich eingeladen die letzten Fragen von mir an Dich gerichtet zu lesen und lass mich wissen wie Du sie beantwortest! 💜

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Einen Beitrag zum Thema „Die Würde des Subjekts“ findest Du hier. Da spricht die liebe Franziska Klinkigt in Ihrem Podcast ein paar wichtige und offene Gedanken darüber aus, was es heißt Menschen würdevoll gegenüberzustehen, auch wenn man ihr Verhalten klar als nicht richtig erachtet.

  Ursprüngliche Bilder ohne Text von Pixabay *geralt, *StockSnap, *Victoria_Borodinova, *anurajsl, *zhivko

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